Versucht Konsum unser Bedürfnis nach Sicherheit zu befriedigen?

Versucht Konsum unser Bedürfnis nach Sicherheit zu befriedigen?

Der Mensch liebt Illusionen, ja er hält sich quasi wie an einem Rettungsring daran fest. Zu dieser Erkenntnis gelange ich durch Erfahrungen vergangener Lebensjahre und schon länger beobachte ich, dass unsere Gesellschaft sogenannte Sicherheit vor Leben zu stellen.

Wie meine ich das?

Schauen wir uns mal in der Schweiz um. Selbst bin ich im Glauben gross geworden, mich gegen alle Eventualitäten versichern zu können. Also eher sollte oder muss ich das sogar, denn ohne diese kostenpflichtigen Extras, die mich an jeder Ecke anspringen, ist mein Sein hier wertreduziert. So wurde mir suggeriert. Ein Umstand, der mich fast von meiner Selbständigkeit abhielt und immer wieder an Aufgabe denken liess. Für alles und noch viel mehr gibt es in einer Hochburg an Versicherungen das passende Angebot. Abgedeckt wird, was Mensch sich vorstellen kann oder sogar über jede Fantasie hinaus.

 

«Äxgüsi», aber wer empfand bitte wirklich ernsthaft vor entsprechender Werbung eine zu schliessende Lebenslücke durch exakt diese fehlende Versicherung?

 

Da begegnet uns also immer wieder eine Versicherungsflut, die statt des gesunden Wochenmarkteinkaufs alternative Möglichkeit bieten, sich Gutes zu tun. Das ist zwar nicht Fokus dieses Artikels, dennoch möchte ich kurz nach Absurdistan-Hausen abbiegen. Bei meiner Recherche zu diesem Beitrag stolperte ich über zwei Versicherungen, von denen ich mich frage, wieviel Sinn ein Invest wertvoller Franken in diese wirklich bringt.

Beide sichern gegen zwei echt häufig im Alltag anzutreffende Wahrscheinlichkeiten ab, nämlich das Steckenbleiben im Fahrstuhl und der Fall, dass sich die Braut nicht traut. Dieser Illusion von Sicherheit im Modell Ehe bin ich persönlich schon mehr als einmal aufgesessen, war ich mit 34 doch schon zweifach geschieden. Hätte ich nur mal vorgesorgt und wäre direkt am Traualtar weggerannt, so hätte sich der jeweilige Mann durch die ausgezahlte Versicherungssumme garantiert gut getröstet… Es darf und soll also an keinem Mangel herrschen und wird an dieser Stelle bereits immer klarer: Für alles, was im Leben kommen mag, existiert die Lösung vor dem Problem. Mit Sicherheit.

 

Was bietet mir im Leben eigentlich Stabilität?

 

«Im Leben ist nix sicher, ausser dem Tod.» Diesen Satz verwende ich in Gesprächen oft und öfter, fast schon inflationär. Ja ich gebe zu, besonders in der Schweiz wird mir unter Garantie der Zusatz «und Steuern zahlen» entgegnet. Da bin ich zwar anderer Meinung, doch Glauben ist schlussendlich wie Hoffen, das darf jeder halten, wie er mag.

Dennoch ist diese Erkenntnis nun mal schlicht wahr und ich finde es besser, wenn wir temporären Wesen das heute denn morgen final realisieren. Leben ist immer jetzt, genau wie der richtige Moment für alles.

Grosses Glück oder tiefer Schmerz dieser Tatsache ist Fluch oder Segen, er bietet Schutz sowie Gefahr. Immer mal gerne in Gestalt eines neuen Hamsterrads, vielleicht sogar einem, welches wir nie wirklich verlassen können, da bin ich selbst noch ziemlich unsicher. Der Blick nach links und rechts lässt uns regelmässig glauben, dass hier ganz sicher noch irgendetwas fehlt bis zur Perfektion. Doch perfekt ist kein Zustand, sondern Illusion und so halten wir an einer Blase fest, die von aussen wunderschön glänzt. Woran ich mich immer mal wieder zu erinnern versuche? Pläne sind nix als Schäume und Schaum mag ich zwar in meiner goldenen Milch oder einem heissen Bad. Ansonsten komme ich jedoch besser ohne durch, da nur so mein Blick glasklar bleibt.

 

Nur mit den Versicherungen rund um den Tod könnten wir hier bestimmt schon eine gute Seite füllen. Ironisch finde ich in diesem vielfältigen Angebot die Lebensversicherung, kommt sie doch tatsächlich erst nach unserem Tod zum Einsatz. Da hab ich persönlich viel davon, wenn ich vor lauter Rechnungen bezahlen schlicht zu leben vergass und dies nach meinem Ableben dann könnte. Ehrlicher ist da immerhin die Sterbegeldversicherung, wenn jedoch selbst dieser Titel noch schwammige Kommunikation darstellt. Doch es ist wie es ist und so höre ich auch öfter ganz trocken von Chris: «Deine Wort-Präzision beherbergt irgendwie Alltagshürden.»

 

Bei allem Wahnsinn sind wir nun mal keine Eremiten und selbst wenn ich manchmal seufzend stöhne und mich genau danach sehne, kann ich es mir kaum vorstellen, einsam in einer Hütte im Wald sitzend auf das Ende meiner Tage zu warten. Mir alleine zwar oft genug, lebt mein Antrieb und meine Kreativität doch von Beobachtung und Austausch mit anderen Geschöpfen, darunter auch Menschen.

Kritisch ist und bleibt jedoch das Konsumverhalten ebendieser breiten Masse zu betrachten. Was wir gerne «die Gesellschaft» nennen, ist eine Masse an Individuen. Dir und mir, uns allen. Statt gegenseitig Sicherheit und Halt zu vermitteln, verbindet uns unter der Maske angeblicher Individualität alle das Streben, tiefe innere Sehnsüchte zu befriedigen. Es einen uns die gleichen Grundbedürfnisse und eben diese einzige Sicherheit der Endlichkeit. Verbindend die Handlungen gesteuert nach aussen, ähnlich die Wertegerüste, aufgebaut auf kulturellen wie persönlichen Hintergründen.

Bewusste Achtsamkeit als möglicher Schlüssel?

«Wenn, dann»- Verknüpfungen ziehen als perfide Laufmasche durch unser Leben und du kennst das bestimmt: Ob ein zu erreichendes Ziel, ein beendet gewünschter Zustand. Beides begleitet durch richtungsweisende Aussagen wie: «Wenn ich endlich befördert werde, dann gönne ich mir den Urlaub auf den Malediven.»

 

In der Zeit dazwischen geht gerne vergessen, in welch wunderschöner Umgebung wir wohnen. Das Universum direkt vor der eigenen Haustüre liegt, oft genug schöner als das vermeintliche und weit entfernte Paradies oder jeder unendlich wirkende Sandstrand. Da wir ebenfalls eines der reichsten Länder der Welt sind, können wir es uns (noch) leisten, diese Schmerzensgeld-Projektionen zu realisieren, Nachhaltigkeit auf andere (die Grossen) zu schieben und uns immer mal wieder von Verantwortung frei zu kaufen. Doch ist das wirklich die Lösung oder verschiebt es unsere Suche nach möglichen Antworten auf ein später, welches vielleicht weniger prickelnd wird, als erwünscht? Keinesfalls möchte ich hier zu gesellschaftskritisch auftreten und mir ist bewusst, dass alles immer bei einem selbst beginnt und endet, der einzige Ort, an dem echte Veränderung möglich ist. Eine Hintergrundbeleuchtung ist mir für kurzes Rampenlicht dennoch wichtig: Unser jeweiliger Status Quo verschiebt sich mit jedem glückseligen Momentum, wodurch eine konstante Entfremdung von ihm stattfindet. Es gibt also DAS eine Glück, die ABSOLUTE Zufriedenheit nirgends zu finden, bis auf da, wo wir gerade sind. Da sind wir nämlich richtig, sonst wären wir woanders.

 

Macht das denn alles überhaupt Sinn?

 

Die Suche nach dem einen richtigen Sinn des Lebens eint uns wohl alle und der seit Jahren anherrschende hippe Trend scheint kaum so rasch abzureissen. Ehrlich gesagt habe ich mich selbst lange nach ihm gesehnt und ihn an allen möglichen Orten gesucht. Meine Suche war natürlich eine lllusion, doch gut suggeriert ist halb gekauft. Trotz stetiger Reflektion und so mancher Ausbildung war ich selbst jahrelang nicht davor gefeit, von einem Konsumrausch zum nächsten Shoppingtrip zu taumeln oder mich für Kurztrips ins Flugzeug zu setzen. Ein freier Tag war erst zu Ende, wenn das Einkaufszentrum besucht war, das Wochenende wurde oft und gerne woanders verbracht.

Durch meine Begegnungen mit dem Tod sowie einer intensiven Auseinandersetzung mit der Endlichkeit habe ich heute meinen eigenen persönlichen Umgang mit jeder Form des Konsums gefunden und hinterfrage meinen eigenen immer wieder. Denn bei allem Denken und Handeln bleibt klar: Nach fertig. Geht es immer weiter.

 

 

Was würde Chris dazu sagen?

 

Im Streben nach höher, schneller und mehr manifestiert sich gewiss eine unbewusst menschliche Suche nach Sicherheit. Dieser ist letztendlich aber nie gewahr zu werden.

Trotzdem versuchen wir die Orientierung an ihr, um die vermeintliche Sicherheit wenigstens zu spüren – in einer Welt jedoch, die keine bietet. Und zwar als scheinbare Absicherung gegen das unwegsame Leben und einem ständig möglichen Strich durch die Rechnung. Darum umgeben wir uns auch mit Dingen und anderen Verbindlichkeiten, weil wir in einer unsicheren Welt sicher sein wollen, niemals zu wenig zu haben. In diesem Streben nach dem endlosen Mehr laufen wir im Akkumulationsprozess aber trotzdem immer Gefahr, alles auch jederzeit wieder zu verlieren.

Aus diesem Zusammenhang und der gefühlten Vorstellung eines nicht genug, speisen sich auch Beziehungen und das tägliche Gebaren in einer auf Sicherheit ausgerichteten Welt. Die Folge ist ein Festhalten und nicht loslassen wollen von antrainierten Verhaltensweisen, die der persönlichen Freiheit jedoch im Wege stehen. So verharren wir lethargisch in Konstellationen, die längst überfällig geworden sind. Meistens geschieht dies aus Mangeldenken und dem Bedürfnis nach Sicherheit, manifestiert im stets berauschenden Konsum des unmittelbar Habbaren. Um aber aus dem Alten raus und ins Neue reinzukommen braucht es ein Umdenken, damit der Weg zu einem inneren Mehr auch tatsächlich gegangen werden kann, um nicht durch äußeres Konsumieren in ungewisser Sicherheit fortwährend bloß auf der Stelle zu treten. 

 

Wer ist Chris?

Fragenstellender Verstand, der sich mutig einer unvernünftig wirkenden Intuition (Sabrina) entgegensetzt. Reflektierter Sparringpartner und achtsamer Mensch.

 

Du findest beide am Lagerfeuer

Sabrina und Chris treffen sich regelmässig im LIVE Podcast «LagerfeuerMomente» zum offenen Austausch mit Substanz. Gleichberechtigung und Augenhöhe leben sie, statt darüber zu sprechen. Ansonsten gilt: keine Tabus.

So viel sie verbindet, trennt sie auch. Beide leben zwar den minimalistischen Ansatz, vertreten jedoch öfters verschiedene Perspektiven. Der eine trifft Entscheidungen aus dem Verstand, die andere lässt Intuition leiten. Ihr beruflicher Background teilt sich die Branche, doch die Erfahrungen gehen bei der ersten Weggabelung auseinander.

Trotz aller Unterschiede und sich befruchtender Muster: Sie mögen und schätzen den jeweils anderen, gehen durch dick und dünn, muten sich zu und halten aus. Verschiedene Nationalitäten, Geschlechter, Erfahrungen und Ansichten halten ihre Dynamik hoch und du erfährst dadurch im Podcast so manche Erkenntnis für das Allein sein und dennoch im Miteinander leben. Einsamkeit war gestern, heute ist gemeinsam stark.

Wie du mit Menschen und ihren Veränderungen umgehen kannst

Wie du mit Menschen und ihren Veränderungen umgehen kannst

Dieser Artikel erschien ursprünglich in einem meiner vorherigen Blogs sowie – wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht – in meinem allerersten eBook von April 2020. (Das findest du, wenn du Suchmaschinenrecherche betreibst oder bei mir nachfragst.) Nun habe ich mich am Pfingstsonntag an den Küchentisch gesetzt und ihn etwas umgeschrieben. Dies ist also die neue Version meiner Gedanken:

 

Wenn sich Menschen verändern

Aufgrund meiner Berufe durfte und darf ich seit jeher immer wieder neue Menschen kennenlernen, welche mit ihren Fragen an mich herantreten. In meiner Arbeit als Trauerbegleiterin begegnete mir von einem Kontakt diese Frage und da ich denke, dass dieser Gedanke einige Menschen umtreibt, versuche ich in diesem Artikel näher darauf einzugehen.

«Wie gehe ich damit um, wenn sich ein Mensch durch eine Krankheit so stark verändert, dass die geliebte Person bereits vor dem Tod verloren geht?»

 

Der Auslöser für diesen Text ist ein Vater, welcher sich durch Parkinson nach und nach verändert. Aus diesem Grund sind die unten aufgeführten Beispiele auf die Vaterfigur bezogen. Selbstverständlich sind sie allgemeingültig und verlieren ebenfalls keine Bedeutung, wenn sich ein Mensch „aus freien Stücken“ verändert. Dies geschieht beispielsweise durch die bewusste Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit oder auf dem Weg zum selbständigen Unternehmer. Bekannte Verhaltensmuster zu verändern, kann für das Umfeld teilweise befremdlich wirken und verdrängte Befürchtungen aufzeigen. Wie so oft, hilft hier gegenseitiges Verständnis und die Akzeptanz der steten Veränderung eröffnet neue gemeinsame Chancen. 

 

Alles neu und doch bekannt

Du kennst vielleicht aus eigener direkter oder indirekter Betroffenheit selbst Situationen, in denen nahestehende Personen mit sogenannten Schicksalsschlägen konfrontiert werden: Der Mann einer Freundin ist an Demenz erkrankt. Ein Bekannter bekam kurz nach seiner Rente die Krebsdiagnose. Deine ehemalige Ausbilderin rief beim letzten Zusammentreffen unzusammenhängende Sätze über den Bahnhofsvorplatz. Überfordernd im ersten Moment, ich weiss. Im zweiten, in Reflektion zuhause, wünscht man sich dann oft, anders reagiert zu haben. Doch Sprachlosigkeit ist normal, wenn das System mit neuen Botschaften konfrontiert wird. 

Viele Krankheiten verändern das Verhalten von Menschen, welche wir seit Jahren zu kennen glauben. Lange habe ich mich vor dem Schreiben dieses Artikels gedrückt, denn meine persönliche Betroffenheit kommt hier ebenfalls an die Oberfläche. Meine Mama hatte während meiner Jugend schwere depressive Phasen. Diese wurden irgendwann von psychotischen Zuständen, vergleichbar mit einer Schizophrenie, abgelöst. In dieser Zeit war sie weder sich selbst, noch verhielt sie sich mir gegenüber wie eine Mutter. Somit ist mir dieses Phänomen bestens bekannt und die Komplexität sehr vertraut. Ebenso kenne ich aus meiner Vergangenheit trübe Phasen von depressiver Verstimmung und verzweifelter Hoffnungslosigkeit. 

So manche Krankheit lässt bekannte Wesenszüge verschwinden. Nebst psychischen Erkrankungen weisen leider viele weitere Erkrankungen steigende Zahlen auf. Sei dies Krebs, begleitet von wesensverändernden Schmerzen. Tumore, welche auf das zentrale Nervensystem drücken, die Abhängigkeit von Substanzen. Bekannte Autoimmunerkrankungen oder ihnen im Verlauf ähnliche, so wie eben Parkinson. Oft genug rufen auch Wirkung und Nebenwirkung eingenommener Medikamente eine Persönlichkeitsveränderung hervor. 

 

Wie gehst Du also damit um, wenn du dich nach und nach von einem Menschen verabschiedest?

 

Raum für Erinnerungen schaffen

Erinnerungen sind das wertvollste Gut deines Lebens. Diese festzuhalten und aufzubereiten, ist unendlich kostbarer Bestandteil des Alltags. Vielleicht ist es dir sogar möglich, bei aktuellen Begegnungen neue Erinnerungen zu schaffen oder bestehende in einer passenden Form nochmals zu erleben. Dies gelingt zum Beispiel bei der Gestaltung eines Fotoalbums, welches ganz klassisch mit Schere, Leim und dickem Buch oder aber etwas moderner als Onlineversion gestaltet werden kann. Diese Tätigkeit kann mit der ganzen Familie zusammen erlebt werden. Vielleicht nutzt ihr sie sogar als Ritual? 

Gemeinsame Erinnerungsstücke überall dort zu verteilen, wo sich die betroffenen Person aufhält, kann sehr wirkungsvoll sein. So besteht die Möglichkeit, sich immer wieder an Erlebnisse zu erinnern, welche das Herz berühren. Es wird nämlich angenommen, dass tiefe Herzens-Verbindungen selbst dann gespürt werden, wenn sich im Aussen vieles verändert hat.

 

  

Gefühle zulassen 

Die Krankheit, welche sich ungefragt ins Leben schlich, macht oftmals wütend. Wut hat durchaus positive Eigenschaften, wenn diese dann doch eher den zweiten Blick benötigen und in unserer Gesellschaft eher aberkannt werden. Ein bekannter Aspekt ist jedoch, dass sie gerne dort deponiert wird, wo sie unnötigen Schaden anrichtet. Der dir gegenüberstehende Mensch hat sich diese Situation genau so wenig ausgesucht wie du. Wenn du also bemerkst, wütend zu sein oder werden, besuche die betroffene Person vielleicht etwas weniger als sonst oder verlasse gegebenenfalls den Raum. Du unterstützt mehr, wenn du etwas unternimmst, was dir selbst guttut. Gib deiner Wut ihren Raum. Vielleicht gehst du spazieren oder absolvierst eine Runde Kickboxen. Wonach immer Dir der Kopf steht: Dadurch reduzierst du die Gefahr mit deiner Wut emotionale Verletzungen zuzufügen.

 

Das Gleiche gilt für Momente der Traurigkeit. Trauerphasen treten nicht zwingend erst nach einem Verlust auf. Wenn du traurig bist, lass es zu. Es gibt jeden Grund, so zu fühlen. Denn auch wenn die geliebte Person weiterlebt, stirbt dennoch ein Teil von ihr. Diesen Verlust bewusst anzunehmen, hilft bei der Verarbeitung des Geschehenen. 

 

Vergissmeinnicht

Dies gilt für alles. Deine Gefühle, Deine Intuition und Deine Wahrnehmung. Lass Dir von niemandem einreden, dass du etwas falsch interpretierst. Wenn Du Deine eigene Wahrheit spürst, gewähre ihr Raum. Niemand kennt deine persönliche Sicht auf die Geschehnisse besser als du. Daher musst du dich für deine Ansichten weder rechtfertigen noch für getroffene Entscheidungen erklären. All das gilt übrigens immer – nicht nur in Ausnahmesituationen. 

Für einen gesunden Umgang mit Emotionen empfiehlt sich, die eigenen persönlichen Bedürfnisse nicht zu vergessen. Plane aktiv Pausen ein und versuche diese einzuhalten. Es hilft niemandem, wenn du dich an übermenschlichen Leistungen versuchst. Irgendwann wird sogar deine Energie verbraucht sein, doch dein Zusammenbruch kann dann keiner auffangen oder er führt zu einer unnötigen selbstverursachten Belastung. 


Versuche stattdessen ganz ehrlich mit deinen Kräften umzugehen und fordere rechtzeitig konkrete Unterstützung an. Dein Körper und Geist sind tatsächlich zu Höchstleistungen fähig. Jedoch hat jeder Akku seine Ladezeiten, sonst macht er schlapp. Sei also zu dir selbst nicht strenger als zu Deinem Smartphone. In der Regel freut sich Dein Umfeld über Unterstützungsmöglichkeiten. Helfen ist ein urmenschliches Bedürfnis. Doch nur wo dies zugelassen wird, können Wunder geschehen.  

 

An dieser Stelle mache ich auf die inspirierende Geschichte von Christine Braunmiller aufmerksam. Sie begleitete ihren Mann nach einem Hirninfarkt bis zu seinem Tod. In dieser Zeit war sie, wie sie selbst sagt „absolut am Limit und musste trotzdem das Rad am Laufen halten“. Ihr half dabei Qi Gong. Vielleicht magst du sie und ihre Geschichte kennenlernen, dann kannst du das auf ihrer Webseite. 

 

 

Abschied und Neuanfang

 

Es ist ein Balanceakt. Durch die Krankheit verlierst du den Menschen zu einem gewissen Teil. Was ihn bisher ausmachte, wird sich langsam verabschieden. Es kann helfen deinen Abschied mit Ritualen zu unterstützen. Gleichzeitig hilfst du damit der neuen Persönlichkeit deines Gegenübers. Wenn sich Verhaltensweisen verabschieden, kommen oftmals neue dazu. Diese zu akzeptieren, fällt oft schwer. Der Mensch hat gerne Einfluss, doch hier wird dieser durch Krankheit genommen. Versuche die Wünsche, Selbstbestimmung und Veränderung anzunehmen. Du darfst neue Erlebnisse bewusst wahrnehmen und entstehenden Gefühlen ihren Raum gewähren. Wenn Du es schaffst, mit möglichst wenig Vergleichen oder Bewertungen vorzugehen, ermöglichst Du neue Erinnerungen, welche ebenfalls sehr wertvoll sind.

 

Transparenz

Oftmals sind wir so stark durch unser eigenes Gedankenkarussell eingenommen, dass wir schlicht vergessen, die direkt betroffene Person miteinzubeziehen. Dies erachte ich jedoch als essenziell. Durch Schweigen wird nix leichter. Im Gegenteil: So gut du den betroffenen Menschen kennst, wird er wahrscheinlich auch dich kennen. Somit bemerkt er bestimmt sofort, wenn du etwas verschweigst. Das Ding ist jedoch: Wo Geheimnisse sind, entsteht Raum für Spekulationen. Diese beheimaten meist unnötige und destruktive Gedanken und Gefühle und diese schaffen in Kürze neue Realitäten. Durch klärende Gespräche können solche Gefahren gebannt und das gegenseitige Verständnis intensiviert werden.

 

Perspektivwechsel

Nebst all den erschwerenden Aspekten verbirgt sich hier ein Geschenk. Nämlich die Chance, des noch besseren Kennenlernens, sich erinnern und bewusst Abschied nehmen zu dürfen. Klar, diesen Umstand kannst du kaum jeden Tag aus dieser Perspektive betrachten. Es hilft jedoch, den Gedanken zuzulassen und den Fokus zu verändern. Weg von dem, was du alles verlierst, hin zur Erkenntnis, wie schön es ist, diese Situation gemeinsam zu meistern. Wenn auch vielleicht jeder für sich.  

 

 

Im Endeffekt gelten diese Beispiele oben für jede Situation, nicht nur bei Krankheit. Unabhängig davon, ob eine Person bereits gestorben ist oder noch komplett gesund hier weilt. Sich bewusst zu werden, wie unendlich kostbar diese Momente sind, erfüllt mit tiefer Dankbarkeit. Das Geschenk von Liebe wiegt auf, was die Zukunft bringt. Darum bleibt am Ende des Tages diese Liebe allumfassend gültig. Zeige deinen Mitmenschen, was du für sie empfindest. Solange, oft und ehrlich du kannst. Unabhängig der Weihnachtszeit oder anderen Faktoren wie Stress, Streit und Befürchtungen.

 

Alles Liebe.
Bedingunglos.

Sabrina

PS:
Wer aus Liebe zusammen fand, kann sich nie verlieren.

Beziehungen und ihre Herausforderungen

Beziehungen und ihre Herausforderungen

“Das kannst du doch nicht sagen/tun.”

“So wird das niemals funktionieren.”

“Mach das besser mal anders oder am Besten genau so und so…”

“Also ich hätte das ja nie gemacht.”

„Das war jetzt aber echt ein fataler Fehler.”

„An deiner Stelle hätte ich…“

Wer kennt sie nicht, solche gutgemeinten Ratschläge. Gerne von Leuten, die nicht das erreicht haben, was das eigene Ziel ist. Gerne solche, die ihr Lebensziel noch nicht mal erahnen. Kein Ding, kann man so machen, ist absolut legitim. Darf jedoch auch leise, also ohne Töne, umgesetzt werden.

Wenn ich eines gelernt habe über die letzten Jahre – besonders auch im Kontext meiner Ausbildung als Trauerbegleiterin und der darauf folgenden Zeit, dann, dass nicht alles, was andere Menschen tun, zwingend von jedem Einzelnen kommentiert werden muss. Nein, echt nicht. Selbst dann nicht, wenn man es doch “bloss gut meint.” Erst recht nicht in diesem Fall. Und eigentlich möchte ich hier nachschärfen, denn es reicht auch, wenn du das bei keinem Menschen ungefragt tust. Ja. Wirklich. Da bin ich mir ganz sicher. Und nein, diskutieren oder lauter schreien bringt wenig bis gar nix und gibt keinesfalls mehr Recht. 

 

Kurze Frage sei an dieser Stelle erlaubt:

Wieso nutzt du deine wertvolle Lebenszeit dazu, dir Gedanken darüber zu machen, was dein Gegenüber tut, wenn bei dir selbst keine Klarheit herrscht?

 

Ratschläge sind und bleiben halt immer auch Schläge. Besonders wenn sie einen ungefragt von der Seite oder hinten erwischen, können sie einfach weh tun. Das war es an dieser Stelle schon mit Mehrwert, wir fassen uns nämlich kurz hier. Denn ich mag persönliche Kompromisse eher weniger, sondern stehe eher auf das Ding, was sich Konsens nennt. Braucht in der Regel bloss zwei Menschen und Augenhöhe, das war´s eigentlich schon.   

Zum Einstieg dieser Zeilen möchte ich abschliessend meine Antwort auf die Aussage “Das kannst du so nicht sagen” teilen. Diese wurde einszueins von mir verwendet und darf gerne übernommen werden. “Du siehst ja, dass ich es kann, sonst hättest du es ja nicht eben von mir gehört. Oder traust du etwa deinen eigenen Ohren nicht?”

Was meinen Mund verlässt wird von allem begleitet, was ich zu bieten habe. Das bedeutet du kriegst mein volles Herz und mitgebrachten Hausverstand.

Ganz ehrlich: Kein Mensch ist blöd und jeder gibt das Beste, das persönlich möglich ist. Besonders ist keine Aussage in Stein gemeisselt und jede Wahrheit recht individuell. Wenn das für dich noch Verhandlungsspielraum frei hält, greife ich aufgrund fehlender Diskussionsebene gleich nochmals auf ein Zitat zurück. Dieses Mal von meinem Schwiegervater selig. “Das ist dein Problem, du darfst es gerne behalten.” 

Das Prinzip der Liebe funktioniert eben anders als nach der Devise “Sei wie ich dich haben will oder ich bestrafe dich.” Besonders die bedingungslose Liebe, die bei mir inzwischen Parameter für meine Entscheidungen darstellt und höchster Grundwert zugleich ist. Was nicht aus Liebe besteht, hat keinerlei Bestand mehr. Und ja, das gilt bei mir tatsächlich auch in der Arbeit mit Kunden. Denn das Leben ist zu kurz, um mit Menschen zu arbeiten, die möchten, dass ich mich verändere, damit es ihnen leichter fällt mir ihre eigene Verantwortung überzustülpen, um ihre eigenen Schultern dadurch zu entlasten und selbst wegschauen zu können.

Meine Wahrheit ist die, dass wir in der Welt wahrhaft Grossartiges vollbracht haben, wenn jeder Mensch bei sich selbst ist und bleibt. Also geben wir doch weiterhin achtsam unser Bestes. Das ist gut genug. Immer. Wir wissen nie, wie unsere Worte beim Gegenüber ankommen und was durch sie ausgelöst wird. Richten wir unseren Blick doch vermehrt in unser eigenes Innere statt ihn aussen umherschweifen zu lassen.

Wenn du dir regelmässig frische Impulse wünschst, abonniere gerne hier meine wöchentlichen GlücksKeksImpulse.

Ach und wenn du dich fragst, wer dir denn jetzt deine Webseitentexte gegenliest oder Angebote „probenutzt“ und dir darauf Feedback gibt, dann schlage ich das einzig Sinnvolle vor: Jemand aus deiner Zielgruppe, ein Wunschkunde. Oder ein Mensch wie ich, der sich durch jahrelanges Training neutrale Kundenbrillen aufziehen sowie durch eigenen Erfahrungsschatz unternehmensstärkende Vogel-Fremd-Perspektiven einnehmen kann. Und der aus Interesse an deiner Person komplett ehrlich ist und nicht aus Eigeninteresse etwas anderes erzählt.

Alles Liebe.
Sabrina

Wieso glaube ich, dass wir einander genau damit unterstützen, indem wir uns eben nicht zu helfen versuchen?

Wieso glaube ich, dass wir einander genau damit unterstützen, indem wir uns eben nicht zu helfen versuchen?

Lange Zeit schon begleitet mich mein Wunsch nach Veränderung. Hin zu einer Welt, die sich einfacher und übersichtlicher darstellt. Mit einem Mehr an Klarheit und dem Fokus auf den Einsatz von Fähigkeiten, die mit Leichtigkeit eingesetzt werden. Einer Reduktion von Konsum und dem Blick auf das Wesentliche. 

Wie oft hörte ich in meiner Vergangenheit die Aufforderungen:

“Hör auf zu träumen und pass dich endlich an.”

“Als ich jung war, hatte ich selbst viele Visionen, doch heute blicke ich der Realität ins Auge.“

„Du musst jetzt wirklich deine Ansprüche mal herunterschrauben.“

„Sonst brauchst du dich nicht wundern, dass (setze hier das Horrorszenario deiner Wahl ein).“

“Seit jeher ist das nun mal anders als du es gerne hättest. Meinst du eigentlich du bist etwas Besseres?”

“Das haben wir immer so gemacht.”

Alle diese Sätze liessen mich lange Jahre schier verzweifeln und meine Reaktionen darauf waren wenig gesund. Weder für mich noch für meine Beziehungen. Doch statt Veränderung positiv vorzuleben, trat ich in den Widerstand. Rebellion war mein zweiter Vorname.

 

Was entstand aus meinem Kampf?

Früh gründete ich mein erstes Unternehmen, damals als Nebenselbständigkeit. Weil wir wissen es ja inzwischen gut genug: Schließlich kann man „ja davon nicht leben…“

„Und überhaupt, was soll dir dann Sicherheit geben und deine Rechnungen bezahlen? Luft und Liebe, he?“

Fest steht:
Unsere Gesellschaft stellt Sicherheit vor Leben, das haben die letzten Jahre nochmals deutlich gezeigt. Durch die Begegnung mit dem Tod und meiner intensive Auseinandersetzung mit ihm, habe ich heute meinen eigenen persönlichen Umgang damit gefunden. Der Widerstand ist gebrochen, die Waffen gefallen. Und doch ist eines klar: Es geht weiter, ist noch lange nicht fertig.

Mir ist seit meinem ersten Unternehmen bewusst, dass ich Strukturen und Routinen brauche, um meine persönliche Definition von Erfolg zu erreichen. Das bestätigten mir auch die vielen Bücher von Menschen, die da waren, wo ich vermeintlich hin wollte. Also kopierte ich deren Erfolgsrezepte. Und scheiterte gnadenlos. Glücklicherweise. Immer das Selbe zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten, wohl eines der missverständlichsten Rezepte überhaupt. Weil also nix funktionierte, änderte ich nach und nach die Vorbilder, denen ich folgte. Bis ich irgendwann realisierte, dass kein Mensch da ist, wo ich hinwill. Erfolg so individuell ist wie der eigene Gebissabdruck. Eine reine Definitionssache und oft genug mehr als intransparent. 


Alle anders und doch gleicher als gedacht

Das ist nicht so, weil ich Individualität in Grossbuchstaben schreibe und gerne persönlich bin. Nein, in der Quintessenz sind wir uns Menschen schlicht deutlich ähnlicher als gedacht. Wir teilen die gleichen Grundbedürfnisse sowie die Ausgangslage der Endlichkeit unseres Lebens. Was unterscheidet wie verbindet sind die eigenen Wertegerüste, nach denen wir handeln. Diese gilt es wie unsere eigene Westentasche zu kennen und uns danach auszurichten. So finden wir die passenden Menschen und erreichen gemeinsam Grosses. Jeder für sich.  

Doch es kann ein steiniger Weg sein und nirgends ist verankert, dass wir ein Recht darauf haben, dass es leichter wird. Erschwerend neigen wir dazu, schwer zu machen, was leicht ist. (Danke an dieser Stelle an all die lieben Menschen, die mich dabei unterstützen das für mich Schwere in Leichtigkeit zu verwandeln.)  Ja, ich bin selbst schon gnadenlos gescheitert: Als Mensch der Extreme, die ich war, nahm ich sehenden Auges alles an Fehlern mit, was möglich ist. Auch die unmöglichen, ehrlich gesagt. Irgendwann wurde mir bewusst, dass genau dort mein Schatz verborgen liegt und sich mir fast unendliches Lernfeld zeigt: in den eigenen Erfahrungen und dem konstanten bei mir selbst sein und bleiben.

Ob Copy-Paste-Vorgehen oder links-rechts-Blicke:
Es funktioniert schlicht nie für den Einzelnen. Davon bin ich absolut überzeugt.

 

Wie soll es funktionieren, individuelle Strategien einzueins zu übernehmen und ein persönlich stimmiges Ergebnis zu erhalten?

 

Kleine Rückschau in meine Vergangenheit:
Diesbezüglich bin ich meinen Eltern unendlich dankbar. Sie lernten mich sehr früh selbständig zu denken statt scheinbar allgemeingültige Wahrheiten einfach nachzuplappern. Klar, für das persönliche Umfeld kann es anstrengender sein als das Gewohnte und bestimmt forderte ich nebst meinen Eltern so manchen Menschen damit heraus, indem ich das Meiste hinterfrage statt blind zu folgen. Das Gute: Die eigene Wachstums- und Lernkurve steht jedem frei verfügbar und das Setzen von Grenzen ist Individualverantwortung.

Lange Jahre fühlte ich mich dennoch falsch mit meinem Empfinden. Eckte an, weil ich stets das ganze Bild vor Augen hatte. Wie ein Netz, welches sich über alles spannt. So versuchte ich mich anzupassen. Fast bis zur Selbstaufgabe. Als Visionärin liebe ich es, mit Bildern zu arbeiten. Chancen sichtbar zu machen, die bereits heute da sind und von jedem Einzelnen genutzt werden dürfen. Solche, die einen Perspektivwechsel benötigen, um erkannt zu werden. Es wurde mir bewusst, dass ich der einzige Mensch bin, der mir vor der Sonne stehen kann und verhindert, das Leben zu führen, welches ich mir wünsche. Auf meinem Weg zu bleiben, dabei unterstützt mich spiegelnde Reflektion und immer mal wieder der Schritt nach hinten. Langsames Gehen, das Flanieren, die Pausen. Darum ist es mir heute möglich, mich als den Menschen zu zeigen, der ich bin. Egal, wo ich mich gerade aufhalte.

Das Licht ist immer schon da, manchmal benötigt es aber erst den Schatten, um die volle Kraft zu spüren.
Alles im Leben hat seine Zeit. So gehören die dunklen Stunden genauso dazu, wie die hellen.
So weit aus Floskel-Hausen, denn hinter jedem schlauen Spruch steht in der Regel einer, der es am eigenen Leib erfahren hat.

Alles Liebe.
Sabrina

Die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, verändert noch lange keine Realität.

Die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, verändert noch lange keine Realität.

Du kennst das vielleicht von gemeinsam verbrachter Zeit mit kleinen Erdenbürgern:
Mit den Händen vor den Augen ist man plötzlich quasi inexistent, bis die Situation mit einem lächelnden “Kuckuck” und den strahlenden Augen von Kind wie Erwachsenen aufgelöst wird. 

Wir bereits etwas älteren Kinder wissen theoretisch, dass keiner von beiden je wirklich abwesend war, nur weil durch die verschlossenen Augen kurzfristig nix gesehen wurde.

Doch mir erging es mit einem Trugschluss der letzten Jahre so, dass ich quasi einen komplett vernebelten Blick aufwies. Meine Überzeugung war hingegen glasklar, eine Unternehmerin mit künstlerischer Ader zu sein. Bis vor Kurzem, als ich spiegelnder Reflektion sei Dank, plötzlich feststellte:

Moment mal, ich bin eine Künstlerin mit unternehmerischer Ader.

Genauer eine Lebens-Künstlerin.

 

Was für ein GameChanger für mich. Und welch rasanter Tempoabfall, der hier von mir als Rennpferd plötzlich abgezogen wurde. Meine Chance also, nach und nach meinen Weg als FlanEurin zu beschreiten und ein neues Lebensgefühl zu etablieren.

Früher war ich darauf getrimmt, meine Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Als oberste Traktanden stets die Optimierung und Skalierung von Logik und Perfektion. Klar, Zeit ist Geld, Geld bekanntlich Luxus und den kann oder will man sich vielleicht nur manchmal leisten. So war mir seit jeher bewusst, dass ich mir durch eingekaufte Abkürzungen teure Umwege erspare und ich liess mich also zu fast jeder Zeit meines Lebens mindestens von einem Coach begleiten. Sei dies in Punkto Unternehmertum, Fachwissen, Sport oder Ernährung – uferlos würde eine Freundin von mir an dieser Stelle einwenden. (Nachtigall, ick hör dir selbst von Berlin nach Aarau trapsen.)

Auf das Wort Coaching bin ich zwar seit jeher hochallergisch, doch wie in den meisten Fällen gibt es auch gegen diese Symptomatik lindernde Gegenmittel. Gutes Marketing hilft zum Beispiel, um Vertrauen zu bilden und davon überzeugt zu werden, vom Gegenüber die passende und einzige Lösung zu erhalten. Du siehst, auch hier bin ich etwas wortaffin, weshalb ich hier mit Sprache zu untermauern versuche, wofür ich bis heute meine Hand ins Feuer lege: Die individuelle persönliche Begleitung durch Mentoren. Diese nahm ich früher zwar bloss unterbewusst wahr, spürte aber immer die deutlichen Resultate wie etwa mehr Selbstvertrauen und klarere Haltung.

Fehler im System oder System als Fehler?

Noch wenn man wie ich die betriebswirtschaftliche Seite der Selbständigkeit von der Pieke erlernt hat, zuerst durch Praxis, dann mit Theorie untermauert, ist man keinesfalls vor dem Glauben gefeit, dass vor dem nächsten Schritt etwas fehlt. So mangelte es mir vermeintlich lange immer noch an dem einen Kurs oder einer weiteren Dienstleistung, um den nächsten Schritt gehen oder Entscheidungen treffen zu können. Also immer kurz davon entfernt, richtig durchzustarten, immer etwas unter dem eigenen Potenzial. Versteh mich bitte richtig, die meisten dieser Angebote haben durchaus ihre Berechtigung und in den meisten Fällen ihren Wert. Doch es stimmt absolut nicht, dass dir für den Weg zu den eigenen Träumen etwas fehlt. Denn wie mein lieber Sparringspartner Chris so schön sagt “der passende Weg ebnet sich erst durch das Gehen.”

 

Doch wie fand ich meine Klarheit?

Im Endeffekt durch eine kleine Verschiebung von Worten, die in ihrer Konsequenz jedoch mal wieder alles veränderten. Bewusst werden konnte mir das durch ehrliche Impulse auf Augenhöhe. In DialogRäumen mit offenem Austausch und darin zerplatzten Illusionen. Diese schafften wie gewohnt Platz für die Realität. Denn etwas anderes gibt es hier schlicht nicht, womit gearbeitet werden könnte.


Mein Angebot beinhaltet genau das – nicht mehr, aber auch nie weniger:

Als deine UmsetzungsPartnerin und BusinessKomplizin stehe ich dir mit meinen Impulsen zur Seite. Spiegle dich direkt und inspiriere zu frischen Gedankengängen. Unkompliziert und flexibel erhältst du auf gemeinsamen Spaziergängen meine volle Aufmerksamkeit und findest so deine eigene Klarheit. Mein Spezialgebiet ist dabei die Sichtbarkeit von dir und deinen Angeboten. Dich erwartet meine Kompetenz, Struktur in deine Gedanken zu bringen und stabile wie kreative Strategien zu entwickeln, die dir ermöglichen Schritt für Schritt in deinem Tempo dranzubleiben.

So begleite ich dich bei: Loslassen. Sterben. Wiedergeburt.
Sei dies in Bezug auf Texte, Angebote, Gesprächsverhandlungen, Kooperationsentscheidungen und vielem mehr.

Ebenfalls helfe ich dir dabei, Prozesse zu verschlanken. Besonders die in deinem Kopf, die dich Energie, Geld und vor allem LebensZeit kosten. Ohne Technik geht heute wenig, selbst wenn Menschen wie ich sich immer noch darauf fokussieren, diese möglichst optimiert zu nutzen. Darum erhältst du bei mir zusätzlich Zugriff auf ein Netzwerk, das eine breite Palette an Unterstützung für ein eigenes (Online)Business mit Sinn und Freude bietet.

 

Wenn du dich übrigens fragst, was Sparringspartner sind:

Ein Sparringspartner unterstützt beim Feinschliff und führt klar vor Augen, was schon da ist und wie damit die nächsten Schritte ermöglicht werden. Du bist nämlich bereits genug. Immer.  

Die aktuelle Wandelzeit verlangt nach Kunst und Kultur sowie Menschen, die weiter auf ihrem eingeschlagenen Weg bleiben. Es war wohl lange nicht so wichtig wie heute, diese Werte zu bewahren. Wer selbständig sein Leben führt, kennt das: Der Alltag ist manchmal einsam. Der Kopf voller Gedanken. So viele Fremdeinflüsse. So manches, das vermeintlich “falsch” gemacht werden kann. Da ist es schon mal möglich in Schockstarre zu verfallen. Ja, Selbstzweifel und Unsicherheiten sind normal. Doch halten sie dich für eine längere Zeit gefangen, führen sie dich von deinem eigenen Weg ab.

 

Du brauchst keinen, der dir sagt, was richtig ist. Sondern Erfahrungen.
Ob geteilte oder eigene: Hauptsache einfach ehrlich. 


In den letzten Wochen entstand das «Kaffi mit Satz», der virtuelle Treffpunkt unseres Künstlerkollektivs. Dort entdecken und leben wir in Gemeinschaft und echter Verbindung die vielfältigen Facetten der Selbstwirksamkeit. Wir unterstützen uns gegenseitig dabei, individuelle Routinen zu kreieren, Perspektiven zu wechseln sowie neue Blickwinkel zu entdecken.

Kurz: Wir erlauben uns, das Leben einfach zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. Lernen Glück auszuhalten. Dazu bedienen wir uns verschiedener Perspektiven. Sei gerne unser Gast und lerne uns kenne. Am einfachsten geht das aktuell über eine direkte Nachricht an Sabrina.

Alles Liebe.
Bedingungslos.

Sabrina